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Thorney-Hall : Geschichte einer alten Familie / von Holme Lee ; aus dem Englischen von Carl Müller
Entstehung
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jungen Leſer mit Fragen beſtürmt wurde, hatte ſich in eine ganze Reihe heraldiſcher und genealogiſcher Einzelnheiten verrannt und bemühte ſich vergebens, die Wichtigkeit derſelben meinem Bruder Allan bei⸗ zubringen, der bei derartigen Gelegenheiten zuweilen zerſtreut und ſpöttiſch war. Ich ſaß in ihrer Nähe am offenen Fenſter und horchte abwechſelnd bald auf dieſe vom Zaun gebrochenen Plaudereien und ihre launenhaften Wendungen, bald auf das Rauſchen der Bäume im Garten und das Murmeln der Wel⸗ len im Fluſſe, als die Ankunft meines Vetters Har⸗ ley der ſtillen Scene ein Ende machte, da wir ihn Alle mit lautem Jubelruf bewillkommten. Wir waren nämlich dem guten Vetter Harley herzlich zugethan; früh verwaist, war er in unſerem Hauſe aufgewach⸗ ſen und mein Vater hegte für ihn eine ſolch warme aufrichtige Zuneigung, wie ich ſelten zwiſchen zwei Men⸗ ſchen von ſo verſchiedenem Alter ſtattfinden ſah. Der Vetter kehrte aus Edinburgh zurück, woſelbſt er der Hochzeit einer Verwandten von väterlicher Seite an⸗ gewohnt, die ihren Couſin geheirathet hatte. Muhme Thomaſine nahm ſogleich dieſen Anlaß wahr, um dieſe Art von Verbindungen zu tadeln, welche den engliſchen Bräuchen und Anſichten und Sitten ſo ſehr zuwider ſind. Mein Vater pflichtete ihr bei und er⸗ klärte, er würde bei keinem ſeiner Kinder eine der⸗ artige Heirath zugeben. Harley, welcher ſeither ganz heiter geplaudert hatte, ſchien plötzlich verſtimmt und kleinlaut geworden zu ſein. Die Fragen der Kinder ſchienen ihm bald zu viel zu werden, er klagte über Müdigkeit, und auf des Vaters Geheiß nahm ich ein

waren. Muhme Thomaſine, die von dem wißbegierigen