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den Worten:„Du heißeſt nach mir Griſſell, mein Töchterchen, und haſt das echteſte Randal⸗Geſicht unter allen, und weil du darum auch die echteſte Randal biſt, ſo haſt du fortan ein Recht an dieſen Ring, als ein Kleinod, welches ſeit undenklichen Zei⸗ ten in unſerer Familie ſtets von einer älteſten Tochter auf die andere überging!“— Mit meinem Namen waren merkwürdigerweiſe auch die Züge der Groß⸗ tante Griſſell auf mich vererbt worden, und mein Großvater hatte mir oft geſagt, meine Phyſiognomie erinnere ihn ſtets an ſeine Schweſter.
Ich habe meine Großtante ſeit jenem Male nicht wieder geſehen. Sie ſtarb wenige Monate nach unſerem Beſuch und wurde in Thorney in der Fami⸗ liengruft beigeſetzt, welche ſich ſeither für Niemand mehr geöffnet hat. Ihr Leichenbegängniß war ſehr feierlich: mehrere Glieder des Adels in der Nachbar⸗ ſchaft ſchickten dazu ihre Wagen und erwieſen damit dem letzten Sproß eines altadeligen Stammes ihre Huldigung. An ihrem Sarge erwachten Erinnerun⸗ gen, welche ſeit vielen Jahren in Schweigen begra⸗ ben geſchlafen hatten. Auch war es am Abend eben jenes Tages, wo mein Vater von der traurigen Ceremonie zurückkehrte, daß meine unverehelicht ge⸗ bliebene Tante Thomaſine, die lebendige Chronik der Familie, mir beinahe Alles das erzählte, was ich ſeither geſchildert habe.’


