819 zu wiſſen, was er unter dem ſchrecklichſten Uebel, das ihn von der Geliebten trenne, verſtehe. Und obgleich ihre voͤllige Gleichguͤl⸗ tigkeit ihn ſelbſt aller Hoffnung beraubt und feine Neigung fuͤr ſie gemildert habe, ſo halte er dennoch den Mann, der ſein Schickſal mit ihr zu theilen beſtimmt ſei, fuͤr den beneidens⸗ wuͤrdigſten Sterblichen. 1
Spencer gerieth durch den Inhalt dieſes Briefs in die aͤußerſte Verwirrung. Er wußte nicht, was er denken, glauben oder thun ſoll⸗ te. Alle die furchtbaren Nachrichten, die er von Wilhelms Familie erhalten hatte, ſchienen durch ihn widerſprochen. Allein das Geſpraͤch im Leſezimmer und mehrere andere Umſtaͤnde, in ſein Gedaͤchtniß zuruͤckkehrend, verbannten die Hoffnung, und er konnte nur glauben, daß Wilhelm aus Ruͤckſicht fuͤr Honoria bewogen ward, das Bekanntſeyn mit dieſem traurigen Vorfall zu verleugnen. Voll Unruhe und Ver⸗ wirrung hielt ihn nur die uͤbernommene Pflicht und die Unmoͤglichkeit, ſich zu einer ſolchen


