318 ihn, nach einigem Nachdenken glaubte er aber, Wilhelm habe aus zarter Ruͤckſicht den Grund ſeiner Leiden nicht erwaͤhnt. Er ſchrieb ihm von neuem, denn es gewaͤhrte ihm eine Art von Troſt, ſeinen Schmerz einem theilnehmen⸗ den Weſen bekannt zu machen. Er ſprach Dann in deutlichen Ausdruͤcken von ſeinem Miß⸗ geſchick, auf immer alle Gedanken an eine angebetete Frau aufgeben zu muͤſſen, die noch zur Vermehrung deſſelben dem ſchrecklichſten Uebel, welches die menſchliche Natur treffen koͤnne, unterworfen waͤre.
Dieſer Brief ging verloren, und da bei⸗ nahe drei Monate vergangen waren, ohne daß Spencer etwas von Wilhelm gehoͤrt hatte, ſchrieb er ihm von neuem zu demſelben Zweck, worauf in ſechs Wochen eine Antwort ankam. Wilhelm zeigte ſich hoͤchſt erſtaunt uͤber den Inhalt des verlornen Briefs und verſicherte ihn aufrichtig, obwohl mit ſeinem Zutraun be⸗ ehrt, dennoch gaͤnzlich unbekannt mit der Quelle ſeines Ungluͤcks zu ſeyn, und durchaus nicht


