Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
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ihm eine beſſere Zukunft, und ging froh nach Hauſe, wo ich ſuͤß und ruhig ſchlief.

Wer unter euch wirft den erſten Stein auf meinen Schuͤtzling?

Willſt Du mir folgen, der Du gern beobachteſt, und mit mir in weite Kirche treten, wo ſo viel fromme Leute knieen? Sieh Jenen dort, dicht an der Kanzel. Welche Andacht! welche inbruͤnſtigen Blicke gen Himmel! Der verſteht doch zu beten; es kuͤmmert ihn wenig, daß man ihn hoͤrt und ſieht und beobachtet! Er ſieht nur den Altar, wo das Opfer vollbracht wird; er hoͤrt nur die Schritte des Laien, der mit gellender Stimme Etwas fuͤr die Seelen im Fegfeuer, fuͤr die Armen der Parochie und die Koſten des Gottesdienſtes begehrt. Unſer An⸗ daͤchtiger laͤßt einige Geldſtuͤcke in ſeiner Taſche klingen und ſtreckt ſeine Hand blindlings in das Becken oder die geſtickte Boͤrſe des Sammlers. Er will nicht, daß ſeine Gabe Laͤrm mache; er legt ſie ſtill und leiſe hin⸗ ein, und dann wechſelt er die Kapelle, um einer neuen Meſſe und neuen Einſammlungen beizuwohnen. Ahmet ſeine Tugenden nach und lebet wie er in Begeiſterung und Almoſen!

Ihr armen Thoren! Soll ich euch ſagen, daß das ein Gluͤcksritter mit glatt gekaͤmmtem Haar, grobem Rock, geſtreiften Struͤmpfen und Kupferſchnallen auf den großen Schuhen iſt? Der Mann, deſſen religidſen Eifer ihr bewundert, wird erſt fruͤhſtuͤcken, nachdem er

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