Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3⁵5⁷

Es giebt alſo Gluͤcksritter nur unter den Maͤn⸗ nern. Aber vielartig, wie das Geſchlecht der hartfluͤge⸗ ligeligen Inſekten, trifft man dieſe unaufhoͤrlich be⸗ wegte Klaſſe von Individuen uͤberall, in den hohen Salons, in der Wohnung des Ungluͤcks, in dem Atelier des Malers, in dem Kabinet des Literaten. Ihr ſeht deren in Federhuͤten(ich bitte, zu bemerken, daß die Frauen nicht allein Federn auf dem Hute tragen), ihr findet deren mit dem Degen an der Seite, mit dem Aktenſtoß unter dem Arm, im abgetragenen Ueber⸗ rocke, im Kleide des Faſhionable, in der Volksiacke, mit dem Korbe des Laſttraͤgers und dem Haken der Lumpenſammlers. Der Gluͤcksritter iſt nicht allein ele⸗ ganter Spieler an einer Roulettetafel, oder Schoͤn⸗ redner im Waͤrmeſaal des Theaters, oder anmuthig kuͤhner Reiter auf einem engliſchen Fuchs oder anda⸗ luſiſchen Schwarzbraunen; er iſt auch Raufbold und

Haͤndelmacher auf dem Quai de la Greve, oder uͤber⸗

laͤſtiger Schwaͤtzer, indem er euch eine Contremarke zum Theater verkauft, oder ein gemeiner Trunkenbold, wenn ſein Almoſen⸗Tagewerk gut vollbracht geweſen iſt. Vefour und das Pariſer Kaffeehaus ſind nicht reicher an Gluͤcksrittern, als der Weinhaͤndler in der Straße Quincampoix(denn es muß wenigſtens einen in dieſer ſtinkenden Straße geben) oder die eingeraͤu⸗ chertſte Kneipe in der Cité. Auf Koſten der Troͤpfe zu leben, iſt die erſte Idee deſſen, der keine andre Indu⸗