Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
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Dreißig Reiter, jung, kuͤhn, gewandt, mit ſtraͤu⸗ bendem Haar auf der Lippe und galliſchem Barte, feſt und markig im Buͤgel, flogen leicht und wechſelnd vor⸗ uͤber, oder galoppirten und ſchwaͤrmten um den Schlag der Kaleſche; ſie kamen, wie Paladine, vor den Damen ihre Reiterkuͤnſte zu zeigen, ein Wort zu wechſeln oder ihnen einen Strauß zuzuwerfen, dann nahmen ſie durch Wind und Staub einen Gruß, einen Blick oder ein Laͤcheln von Amanda mit, deren ſtrahlendes Auge die muthigen Noſſe in der Karriere und ihre unerſchrocke⸗ nen Reiter verfolgte.

Mama, dort iſt der junge Herzog. Gruͤße doch den Chevalier. Guten Tag, Arthur! Sieh doch, ſieh, wie Alfred ſchoͤn ſitzt! Ach Mama, da iſt der huͤbſche Modeſaͤnger, bitte ihn doch zu Tiſche! Apropos, Iſidor, haben Sie noch Ihren Fuchs? Antworten Sie doch, Tante, der Bardn gruͤßt uns. Ach Himmel! Halt, halt! Verzeihung, Mama! Al⸗ bert, mein Faͤcher iſt heruntergefallen.

Kein ſchoͤner Reiter, der nicht einen Gruß von Amanda bekommen haͤtte.

Ei! eil dachte der Vetter, es ſcheint mir, daß meine Couſine viel ſchoͤne Herren kennt! Das iſt gewiß wieder eine Pariſer Sitte. Wir ſind zu ſcheu in der Provinz. Und uͤberdem, wenn man ſo ſchoͤn iſt, kann man unbemerkt bleiben?

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