Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
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So iſt der Charakter des Helden gerettet, obſchon im Grunde Ninon's Bemerkung wahr bleibt: Es kommt am Ende immer darauf hinaus, wie bei den Bauern. Ich bin mit aller Welt einverſtanden, daß es ein Wunder geweſen, die Englaͤnder und Mamelucken, die Peſt, die Augenentzuͤndung, den Durſt und die Wuͤſte zu uͤberwinden; gebt mir zu, daß es viel weniger iſt, einen Nachkommen zu haben. Ich geſtehe ench das

Wunderbare zu, laßt mir nur die Moͤglichkeit durch⸗

gehen, daß Napoleon einen Sohn in Aegypten gehabt und daß dieſer Sohn ein kleiner Mulatte geweſen, wie ſein Vater geſtaltet, gefaͤrbt wie ſeine Mutter.

Ich kannte in Marſeille, als ich 1824 aus dem Collegio trat, einen jungen Aegypter von ſechs und zwanzig Jahren, Namens Napoleon Tard.. Eine gewiſſe Uebereinſtimmung politiſcher Anſichten und ein gleicher Geſchmack an Abſonderung hatte uns bald eng an einander geknuͤpft. Ich ſtand bei dieſer Verbindung bedeutend im Vortheil: ich ſchoͤpfte aus ſeiner Unter⸗ haltung, welche von den ſchoͤnſten Studien in griechi⸗ ſcher und arabiſcher Sprache, von tauſend Reiſe⸗Er⸗ innerungen aus Nubien, Aethiopien und uͤber den Jor⸗ dan belebt war, neue Kenntniſſe, iene Einſichten, welche die Buͤcher nicht geben, weil die Buͤcher, ſtumm und todt, um zur Seele zu gelangen, weder die Lebhaftig⸗ keit der Gebehrde, noch den Blitz des Auges, weder die Muſik der Stimme, noch das Spiel der Muskeln