333 zu verbringen, als neue Begebenheiten eintraten, welche fuͤr mich bemuͤht waren, ihn zu fuͤllen. 4
Ich befand mich kaum am Ende der Straße Vi⸗ vienne, die Uhr des Boͤrſen⸗Pallaſtes ſchlug die neunte Stunde, da brach endlich das Gewitter entſchieden los, mit dem der Himmel den ganzen Abend ſchwanger ge⸗ gangen.—
Als ich auf den Boͤrſenplatz trat, empfing mich ein fuͤrchterlicher Windſtoß, der ſich in der Straße Vi⸗ vienne verfing, den Staub in dichten Wirbeln aufruͤhrte und die Reverberen tanzen ließ, wie ſchwankende Schau⸗ keln. Blitze flammten, haͤufige Donnerſchlaͤge rollten and große Regentropfen begannen niederzufallen.
Ich kehrte wieder um und verſuchte, bis zur Ga⸗ lerie Vivienne zu laufen. Aber die Heftigkeit des Platz⸗ regens ließ mir nicht Zeit, und ich war gendthigt, mich unter den erſten Thorweg zu fluͤchten, den ich offen fand.— Der Zufall wollte, daß es der unſers Mode⸗ Magazins war und folglich grade gegenuͤber von den Fenſtern des Zimmers der Frau von Saint⸗Clair.
Hier hatten ſchon einige Fußgaͤnger, wie ich von dem Gewitter uͤberraſcht, eine Zuflucht gefunden; waͤh⸗ rend der Regen in Stroͤmen herniederſiel und die Mauern peitſchte, kam deren noch eine große Zahl, arme Krea⸗ turen, welche gar keinem Geſchlechte mehr anzugehd⸗ ren ſchienen, ſeltſame, halb ertraͤnkte Erſcheinungen, welche ſchwimmend ankamen, die Koͤpfe wunderlich in


