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goͤnnen, auf meinem Antlitze den Eindruck ihrer Bot⸗ ſchaft zu ſtudiren. Indem ich ſo die Straße Vivienne nach dem Bou⸗
levard hinſchlenderte, legte ich mir das unverhoffte
Kopfweh der Frau von Saint⸗Clair auf verſchiedene Weiſe aus. Ich meinte zuerſt, daß ſie, in einem An⸗ falle gerechten Unwillens gegen ihre Naͤhterin, das Kleid, welches ſie den Abend anziehen ſollte, mit Fuͤßen getreten und in Stuͤcke zerriſſen haͤtte, was wohl hin⸗ reichte, ihr eine ganz gehoͤrige Migraine zuzuziehen. ber Jedermann weiß, daß Frau von Saint⸗Clair ein Engel von Geduld und Sanftmuth iſt. Man mußte alſo zu andern Vermuthungen ſeine Zuflucht nehmen. — Doch geſtehe ich frei, daß ich keine aufkommen laſſen wollte, die nur im Mindeſten der gerechten Conſidera⸗ tion Eintrag thun konnte, welche dieſe Dame in den beſtberufenſten und empfehlungswuͤrdigſten Zirkeln der Grammont⸗ und Sanct⸗Annen⸗Straße genießt.
. 11. Dank dem ziemlich reichen Schatz an Philoſophie,
den ich beſitze, aus dem ich nach Beduͤrfniß Muth ge⸗
gen die Wechſelfaͤlle des Lebens und Troſt im Leiden ſchoͤpfe, hatte mich uͤbrigens die ſonderbare Unpaͤßlich⸗ keit der Frau von Saint⸗Clair weder lange Zeit, noch uͤbermaͤßig angegriffen; ich dachte nur noch an die Mit⸗ tel, ohne ſie den Reſt des Abends ſo gut wie moͤglich


