Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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Nachdem die letzte Puffe angebracht war, ſetzte die Modiſtin den zarten Kopfputz vorſichtig auf den Tiſch und lehnte ſich mit gekreuzten Armen in ihren Stuhl zuruͤck.

Eine unausſprechliche Befriedigung war in den Zuͤgen des jungen Maͤdchens zu leſen; ganz gewiß ſprach ſie bei ſich ſelbſt: Ich bin zufrieden! das iſt mein Gedanke, ins Leben getreten. 3

Dieſe Betrachtung waͤhrte jedoch nicht lange. Nach⸗ dem ſie aufgeſtanden und an den Spiegel getreten war, rief ſie eine der Demoiſells.

Es nahte ſich das muthwilligſte, ſchelmiſchſte, lleine Maͤdchengeſicht, das jemals in der Grande⸗Chaumiere oder in Tivoli gefunden worden. Die Capote wurde auf ihr huͤbſches Koͤpfchen geſetzt. Das war die letzte Probe. Sie konnte nicht beſſer ausfallen. Es war nur Ein Schrei des Enthuſtasmus im ganzen Atelier. Die Capote hatte den allgemeinſten Beifall. Sie ſtand dem reizenden Kinde wirklich allerliebſt. Auch gefiel ſich die Ausgelaſſene ſo in dieſem Kopfputze, daß ſie ihn gar nicht wieder abnehmen wollte und mit den Fingern ihn an die Wangen druͤckend, vor Freuden ſprang, als ſie ſich im Spiegel beſah.

Sie mußte gleichwohl die theure Capote am Ende abnehmen! Sobald man die Kinnbaͤnder befeſtigt, trug man ſie hinab in das Magazin, wo ſie unmittelbar in