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Somnambulismus durch das Begegnen eines Mannes geriſſen wurde, der mich aufmerkſam betrachtete und endlich ſprach: Ich glaube, Sie ſind es wirklich, Herr
Emil; guten Tag, Herr Emil!— Ei, guten Tag, mein
armer Maurice! erwiederte ich nach langem Sinnen und wollte ihn an beiden Haͤnden faſſen. Er gab mir nur eine, und ich bemerkte unter dem großen Kragen, der ihm als Mantel diente, einen Invalidenrock mit einem leeren flatternden Aermel. Kalter Schweiß bedeckte meine Stirn. Es war mein Stellvertreter im Heere,
Maurice, von dem ich ſeit zwoͤlf Jahren Nichts gehoͤrt
und der, weil ich damals etwas Geld hatte, jetzt einen Arm weniger beſitzt. Die Kugel, welche ihm unter die Schulter gedrungen, das ſchmerzhaft hervorſtroͤmende Blut, den kalten Biß des Stahls, der ihm Fleiſch und Knochen zerſchnitten, um den uͤbrigen Koͤrper zu retten — ich dachte, fuͤhlte, durchlebte das alles, wie er es ſelbſt durchlebt haben mochte. Maurice ſah ich nicht mehr; wir waren eins; er war ich; der abgeſchnittene Arm war der meinige, ſo eben amputirt; ich hatte keinen linken Arm mehr und litt fuͤrchterlich, und Gewiſſens⸗ biſſe, ich weiß nicht wie, vergifteten mein Uebel und eherne Krallen fuhren uͤber die friſche Wunde— mein Herz verging, ich ſiel in Ohnmacht.
Als ich wieder zu mir kam, befand ich mich in einem kleinen Saal mit der Ausſicht auf kleine Gaͤrten, von großen Kanonen beſchirmt. Ich war bei dem Auf⸗
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