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finden, ausgenommen der Dichter. Seht vielmehr. Nicht zufrieden, ihn bei politiſchen Ehren, bei der großen Vertheilung der Aemter zu verwerfen, entreißen ſie ihm noch, dem Dichter, dem Manne der Kunſt und Redlichkeit, ſeine beſcheidenen Sinecuren, ſeine Bank im Heiligthume, ſeinen guten alten Lehnſtuhl: ſie meſſen dem Adler ſeinen Platz in der Sonne zu.— Ach! wie hat Schiller einen herrlichen Apolog gemacht: Jupiter vertheilt die Welt und ihre Schaͤtze unter die Sterb⸗ lichen, welche ſich begierig auf den reichen Abfall ſtuͤr⸗ zen: der Dichter, vertrauend und rein, kommt zuletzt, als die Erde ſchon ganz vergeben iſt und der Koͤnig der Himmel hat ihm Nichts mehr anzubieten, als einen Platz an ſeiner Seite im Olymp!— Der Dichter iſt goͤtt⸗ licher Natur, ſein Reich iſt nicht von dieſer Welt— und dieſe Welt iſt gar ſchlimm fuͤr ihn, wiederholte ich mir, indem ich meinen Weg und meine Gedanken fort⸗ ſetzte: Homer umherirrend, Ovid verbannt, Dante ge⸗ aͤchtet, Taſſo in Ketten, Camoens bettelnd, Milton zermalmt im Raͤdergetriebe der Politik und ſo viel An⸗ dere!— Es iſt wahr, daß in unſern Tagen der Dichter nicht mehr verfolgt, gejagt und gehetzt wird, wie ein ſchaͤdliches Thier; aber man verachtet und vergißt ihn: eine abſcheuliche Marter, welche ſelbſt Dante nicht ge⸗ wagt hat, in die Kreiſe ſeiner Hoͤlle einzufuͤhren.
Von Ideen zu Ideen dieſer Art war ich ganz na⸗ türlich an den Fluß gekommen, als ich aus meinem


