Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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Der alte Graf hatte beſonders vom Schloſſe Ham zahlreiche und lebendige Erinnerungen bewahrt, weil er erſt weit ſpaͤter dahin gekommen war. Von dieſem Schloſſe erzaͤhlte er alte Geſchichten, die er den juͤng⸗ ſten ſeiner Enkel oft wiederholen mußte.

Manchmal machte er ihnen eine Beſchreibung da⸗ von. Es war ein mittelmaͤßig befeſtigtes Schloß ſagte er. Der Connetable von Saint Paul hatte es in der letzten Haͤlfte des funfzehnten Jahrhunderts auf den Truͤmmern einer alten Burg erbauen laſſen. Es war im Viereck aufgefuͤhrt und an den Ecken hatte es vier runde Thuͤrme, die durch ſehr enge Waͤlle mit einander verbunden waren. Ein viereckiger Thurm ſchuͤtzte gegen Nordweſt den einzigen Eingang in die Feſtung; ein anderer, ganz aͤhnlicher Thurm erhob ſich auf der entgegengeſetzten Seite gegen Suͤdoſt. Zwei Halbmonde gegen Morgen und Abend bildeten die ein⸗ zigen Außenwerke. Laͤngs der Waͤlle gegen Mittag und Morgen floß der Kanal des Herzogs von Angouleme. Ganz nahe ſtroͤmte auch die Somme, an welcher die Stadt lag, voruͤber. Im Innern des Hofes dienten zwei mittelmaͤßige Gebaͤude, von Backſteinen gufge⸗ fuͤhrt, zu Kaſernen. Das Staats⸗Gefaͤngniß lag an dem aͤußerſten Ende eines dieſer Gebaͤude. Da, in einer oͤden und kleinen Kammer, habe ich Euern Ur⸗ vater oft und lange geſehen, ruhig und geduldig, von Niemand etwas verlangend, ſich uͤber Riemand bekla⸗