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Die Klarheit, die ihr finſtres Aug; nicht faßt. Nichts kann, ſo ſagen ſie, die Fackel des 3 Erloſchnen Jeſus Chriſtus wiederum
Auf ſeinem weiten Grab⸗ entzuͤnden, und
Der Athem des Jahrhunderts traͤgt dahin, Wohin ſie alle gehn, die Sterblichen
Der Göoͤtter, Stuͤck vor Stuͤck, auch ſeine todte Religion noch fort. So wandern ſie,
Wohin der Zufall fuͤhrt, des Glaubens Quellen Auf Erden all' vertrocknend, ihr Geſetz Von Truͤmmern hin zu Truͤmmern ſtets erfuͤllend, Nach Irrthum, Luͤge, Gotteslaͤſtrung trachtend, und nehmen in der Arbeit, die ſie treiben, Das Nichts als Grundſtoff eines Chaos an.
Die Andern folgen, ihre matten Kraͤfte Erweckend, eine heihge Arche mitten In einer Suͤndfluth der Gottloſen, Maͤher Auf einem im voraus bereiten Felde, Mit frommem Herzen und dem Seherauge Des Menſchenſtammes tauſendfachem Umweg, Den Gottes Hand herabſtuͤrzt bald, bald ruͤckfuͤhrt, Und der, wenn unſer Blick die Ordnung draus Verbannet waͤhnt, in unermeſſener Spirale geht endloſem Ziele zu.“ Mag nun der Fluß in tiefes Dunkel fallen, Mag Gottes Stern auf ſeinen Wellen leuchten 1 8 17 AN


