Teil eines Werkes 
4. Band (1832)
Entstehung
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Ihres Briefes mußte ich drei bis vier Auflaͤufe((meu- tes) mit abwarten, und ich kann Ihnen verſichern, daß das viel Zeit wegnimmt. Vor Allem muß ich Ihnen aber doch ſagen, was wir jetzt unter einem Auflaufe ver⸗ ſtehen, denn Ihre Erinnerungen koͤnnten Sie daruͤber leicht irrefuͤhr»en. Sie wiſſen allerdings, was eine In⸗ ſurrektion, ein revolutionairer Tag iſt, der Sieg und die Oberherrſchaft mit Gewalt von einer Parthei auf eine andere, durch einen Handſtreich, einen Aufſtand der Volksmaſſe, uͤbertragen; eine kurze und belebte Tragoͤdie, die ſich, wie ein modernes Drama, mitt einer Schaffot⸗ ſcene endet. Deshalb aber koͤnnten Sie ſich nun leicht fuͤr uns mit aͤngſtlicher Sorge in Unkoſten ſetzen, die doch ganz unnoͤthig waͤre. Die Bewegung, von welcher wir jetzt umgetrieben werden, iſt nicht von dieſer hefti⸗ gen, ſtuͤrmiſchen, blutduͤrſtigen Art, die durch Tumult und Schrecken ihrem Ziele entgegen geht. Man findet ſie jetzt ſchon vollkommen fertig, ſie haͤlt ſich an den Thorſchwellen und den Eingaͤngen der Alleen auf, draͤngt ſich in die Gruppen, wo man Neuigkeiten mittheilt, ſchlendert laͤngs den Quai's hin, wo arbeitloſe Ar⸗ beiter Charlatans anhoͤren und andere Taſchenſpie⸗ lern zuſchen, und ſchreit Ach und Weh im Palais⸗ Royal, wenn ſie aus der Tabakskneipe kommt. Iſt ſie

aber einmal uͤber das Straßenpflaſter ausgebreitet, mit

Allem, was an Koͤpfen, Beinen und Armen dazu gehoͤrt, um einen Auflauf zu machen und die drei Aufforderun⸗