Teil eines Werkes 
4. Band (1832)
Entstehung
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ches Du jetzt duldeſt. Du warſt maͤchtig? Ich war es. Du wurdeſt geſtuͤrzt? Ich ward es. Du warſt Gefangener? Ich war es. Kannſt Du mich nicht lehren, wie man dieſe ſchwere Ungnade er⸗ traͤgt? Er ſchwieg. Ich erneute meine Bitte. Von Thraͤnen ſtroͤmten ſeine Augen uͤber. Dein Name, fragte ich nun, Dein Name? Le Mercier, antwortete er. Miniſter Karls VI.! rief ich aus.Ach! erwiederte er, man ſagte taͤglich in Paris, daß man uns den Kopf abſchla⸗ gen werde, und Viele, wenn auch nicht Alle, verbreiteten, um uns noch haͤrter zu belaſten, die Nachricht und das Ge⸗ ruͤcht, daß wir Verraͤther waͤren an der Krone Frankreichs.

Unſere Neider und Haſſer verurtheilten uns zum Tode, und wir liefen große Gefahr. Diejenigen aber, die uns zu richten hatten und vernuͤnftig daruͤber ur⸗. theilten, konnten ihrem Gewiſſen nach keine Urſache finden, weshalb wir ſterben ſollten. Aber alle Tage wurden wir angefallen und erſchreckt, indem man uns zurief: Denkt an Eure Seelen, Eure Leiber ſind ver⸗ loren; Ihr ſeid zum Tode verurtheilt.

Vieles Volk, namentlich im Koͤnigreiche Frankreich und ſonſt, entſchuldigte uns wegen aller dieſer Anklagen, und wir hofften, daß dieſes Etwas helfe; aber vergebens, denn Keiner, wer er auch war und wie deutlich er auch in die Sache ſah, wagte davon zu ſprechen, oder auch nur den Mund zu oͤffnen, ausgenommen bloß die mu⸗ thige junge Dame, Madame Johanna, Herzogin von