Teil eines Werkes 
4. Band (1832)
Entstehung
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fuͤr Leiden ich mich unter ſo viel moͤglichen vorbereiten muͤſſe. Ich ſtudirte mein Schickſal, um mich gegen daſſelbe zu ſtaͤrken. Je mehr ſich dieſer Zuſtand des Iſolirens und der Abſtraktion verlaͤngerte, je vollſtaͤndi⸗ ger ward das Vergeſſen gewoͤhnlicher Dinge und Ent⸗ behrungen. Ich wußte nicht mehr, was ich gegenwaͤrtig litt, noch wo ich es litt. Die Zukunft, an welche ich dachte, war doch, ſo nahe ſie auch ſein mochte, von der Art, daß ihre Banden mit der Gegenwart riſſen.

Da kam ein Augenblick, wo, als dieſes ſonderbare Eingenommenſein ſich verdoppelte und immer hoͤher ſtieg, ein unerwartetes Geraͤuſch, eine ploͤtzliche wunderbare Bewegung meine wirre Einbildungskraft traf und ab⸗ wendete. Erſt zweifelte ich; dann zweifelte ich minder; endlich zweifelte ich nicht mehr. Ich ſah.

Mehrere lebende Weſen waren da. Menſchen, deren Kleider fremd und deren Zuͤge mir unbekannt waren. Perſonen aus einem andern Jahrhunderte, und was weiß ich's vielleicht aus einem andern Lande.

Der Erſte, der vor mir ſtehen blieb, hatte eine ſchwache und unſichere Haltung. Man ſah wohl, daß er gelitten hatte, aber man konnte zweifeln, ob er feſt beſtanden. Er war alt, und doch fehlte ihm etwas von jener vertrauenden und ruhigen Wuͤrde, welche dem Alter ſo großes Anſehen verleiht.

Ich fragte ihn, wer biſt Du? Ein Ungluͤcklicher, antwortete er. Was war Dein Leiden? Das, wel⸗