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Abends war Beſuch geladen. Als Eugen ſich zeigte, lachten die jungen Damen.. Emma fuͤhlte ſich ver⸗ legen. Nicht einer der jungen Maͤnner trat zu dem kuͤnftigen Gemahle der Koͤnigin des Feſtes. Eugen blieb allein, ſeitwaͤrts, verlaſſen ſtehn. Man ſprach leis hinter
dem Faͤcher, man kicherte hinter den Stuhllehnen....
War er der Gegenſtand?... Emma verließ den gan⸗ zen Abend uͤber das Piano nicht; das Pult verbarg ihr Geſicht, ſie ſchlug die Augen nicht mehr auf... Sie beſaß nicht mehr den Stolz, den Glanz einer Geliebten.
Zwei Tage darauf war Ball. Da ſah man wieder die Menge der Mitbewerber um Emma's Hand erſchei⸗ nen, welche Eugen entfernt hatte, und die jungen Taͤn⸗ zer ſtuͤrzten wieder auf ſie zu, die weißen Handſchuhe an den Haͤnden. Und doch hatte Eugen noch ein Recht auf den erſten Contretanz. Ach, kaum hatte er ſich, Emma an der Hand haltend, in die Reihen der tanzenden Paare geſtellt, von Jugend ſtrahlend, glaͤnzend von Schmuck, brennend auf das Vergnuͤgen, als das gegen⸗ uͤberſtehende Paar verſchwand, den Platz aͤnderte und
ſich Niemand fand, der vor Emma und ihrem Taͤnzer
ſigurirt haͤtte, wenn ihnen nicht noch unverhofft ein Maͤdchen von 7 Jahren und ein junger Schuͤler zu Huͤlfe gekommen waͤren Vielleicht war es nur ein Zu⸗ fall, aber fuͤr Emma ward Alles ein ſcharfer Pfeil, ein beißender Spott, eine grauſame Verachtung. Die fluͤch⸗ tige Heiterkeit des Balls, das Lachen ohne Urſache, dem


