Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Entstehung
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Emma! rief Eugen;Sie auch verurtheilen Sie mich auch?

Emma widerſtand dem Draͤngen ihres Vaters, wandte ſich noch einmal um, und ſtreckte Eugen ihre Hand ent⸗ gegen. Durch ihre Blaͤſſe, ihre Thraͤnen, ihre Zerſtoͤ⸗

rung ſchimmerte ein Laͤcheln; welch eine Sprache in

dieſem Laͤcheln! es war ſtolz und zaͤrtlich, wie das der jungen Griechin, die ihrem Braͤutigam den Helm auf die Locken druͤckt.Eugen! Eugen! ſagte ſie, und druͤckte ihm die Hand und ſah ihn an... und indem ſie ihm die Hand druͤckte, indem ſie ihn anſah, ſo ſtrahl⸗ ten die Augen der jungen Liebenden und die Roͤthe kehrte auf ihre Wangen zuruͤck. Aber ihre Lippen ſchloß ploͤtzlich eine geheime Gewalt; ein furchtbarer Ge⸗ danke verſcheuchte aus ihrem Geſichte den aufdaͤmmern⸗ den Purpur, ihre beredten Augen verhuͤllten ſich, ſie neigte das Koͤpfchen, ihre Hand wagte nicht mehr die des jungen Mannes zu druͤcken, und mit furchtſamer, zitternder Stimme ſetzte ſie hinzu:Eugen, gehorchen Sie meinem Vater!.. auch ich verbiete Ihnen, ſich zu ſchlagen. Und damit eilte ſie zu dem ⸗Greiſc und floh mit ihm aus dem Zimmer.

Eugen blieb beſtuͤrzt, ohne Regung⸗ bewegungslos, als ob der Blitz ihn getroffen haͤtte, oder ſein Fuß ein⸗ gewurzelt waͤre auf der Stelle, wo Emma ihn verlaſſen hatte. Innerlich wiederholte er ſich nur immer die Worte, die wie geſchmolzenes Blei auf ſein Herz zu fallen