Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

733

Es ſteht Ihnen frei, den Ehrenpunkt da zu ſuchen, wo Sie ihn finden wollen, ich, wo ich ihn zu finden glaube. Sie ſind Herr uͤber Ihr Leben, ich bin es noch uͤber meine Tochter. Sie ſind entſchloſſen, ſich zu duelliren, und ich bin entſchloſſen, nie einen Mann als Schwie⸗ gerſohn anzuerkennen, der bereit iſt, ſein Leben gegen das des erſten beſten Taugenichts zu verwetten, und der ſeine Ehre auf die Spitze eines Degens ſetzt, wie ein Spieler ſein Geld auf einen Wurf. Das iſt kein Mann fuͤr meine Tochter.

Mein Herr! um des Himmels willen! ich bin entehrt, wenn...

Nein, mein Herr, denn ich will noch weit weniger einen Entehrten zum Schwiegerſohne. Entſagen Sie dieſem Duelle, und Emma iſt die Ihre. Kann ich Sie hoͤher ſchaͤtzen und kann ich es Ihnen beſſer beweiſen?

Sie? nein, mein Herr. aber die Welt...

Eugen, Sie ſind frei; ich ich bin Vater. Sie haben Ihr Ehrgefuͤhl, ich habe das meine auch. Sehen Sie meine Tochter an! Legen Sie dieſe Thraͤnen, dieſe Angſt auf die Waage gegen Ihre Eigenliebe... ſehen Sie, Ungluͤckſeliger! Es iſt genug, wenn Sie wahr⸗ haft lieben!... Was mich betrifft, ſo iſt dies mein letz⸗ tes Wort: Kein Duell, oder keine Emma! waͤhlen Sie!

Als er dies geſagt hatte, nahm der Greis ſeine Toch⸗ ter bei der Hand, und fuͤhrte ſie aus dem Zimmer.