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„Sie ſind beleidigt worden!“ rief endlich Eugen mit der Gluth eines edlen Zorns,„ja, beleidigt, an der Seite Ihres Vaters, oͤffentlich, an meinem Arme! Emma, Emma, koͤnnten Sie einen Menſchen lieben ohne Liebe, ohne Muth, ohne Ehre?“
Emma wollte antworten und konnte doch nur einen Seufzer aus der Bruſt preſſen.
Ihr Vater, der das verrathende Billet zu Ende las, hatte nichts gehoͤrt. Er begann wieder mit ernſtem Tone:
„Mein Herr, morgen um 7 Uhr fruͤh, haben Sie ein Rencontre im Gehoͤlz von Romainville mit zwei jungen Laffen, denen Sie heut Abend zu viele Ehre an⸗ thaten, ihre Ungezogenheit zu bemerken. Der Vicomte d'O... und Herr von St. M..... ſollen Ihre Se⸗ kundanten ſein, und man wird die Waffen an Ort und Stelle beſtimmen... Sie ſehen, Dank ſei es dem Him⸗ mel! daß ich gut unterrichtet bin. Iſt das Wahrheit?“
„Ja, mein Herr, ich waͤre Ihrer, waͤre Emma's un⸗ wuͤrdig...“
„Halten Sie ein! laſſen Sie uns einen unnuͤtzen Streit nicht noch einmal anfangen. Ich frage Sie nicht mehr, was Sie zu thun gedenken, denn ich kenne Ihr Vorurtheil, Ihre Meinung uͤber den Ehrenpunkt. Sie wiſſen aber auch, was meine Grundſaͤtze ſind, was meine Ueberzeugung hinſichtlich des Duells iſt. Unſre Anſichten ſtimmen nicht uͤberein, aber hoͤren Sie mich. Ich habe eben ſo gut meine Rechte, wie Sie die Ihrigen.


