Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Entstehung
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11 Deine Geſchichte langſam. Du biſt erſt noch bei der Liebe: der Kataſtrophe nach mußt Du noch viel vor Dir haben.

Meiſter, ich zaͤhle die Minuten; Du ſiehſt, daß der junge Mann noch regungslos daſitzt.

Eines Abends alſo... es war im November...

Am letzten?

Kann ſein. Man war bei Emma's Vater zu Tiſch. Nach einem koͤſtlichen, heitern Mittagseſſen ſaß Eugen neben ihr. Das Deſſert verlaͤngerte ſich, waͤhrend man auf den Wagen wartete, um in die Oper zu fahren, und die Unterhaltung betraf, nicht ohne Waͤrme, die Neuig⸗ keit des Tags, naͤmlich ein Duell. Ganz Paris wußte die laͤcherliche und doch beklagenswerthe Geſchichte deſ⸗ ſelben. Ein junger, halbbetrunkener Geck, beleidigende Redensarten, ein an der Ehre angegriffener rechtlicher Mann!.. das war die Sache im Allgemeinen. Es han⸗ delte ſich um einen Platz im Theater, um ein Mißver⸗ ſtaͤndniß; der Champagnerdunſt hatte das Geſicht eines ungezogenen Gecken, der den ganzen Tag auf den Fecht⸗ boͤden zubrachte und zur Luſt Ausfoderungen aufſuchte, etwas verdunkelt. Die Beleidigung war oͤffentlich ge⸗ ſchehen, mit der Satisfaction mußte es derſelbe Fall ſein, und der beleidigte Ehrenmann war unter der Klinge des veraͤchtlichen Forderers gefallen. Man ſprach uͤberall davon, man beklagte ihn, man tadelte ihn, ein achtungs⸗ werthes Leben gegen das eines ungekannten Laffen ein⸗