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Die Liebe ging ihren Weg fort, und bald ſprach man von Ehe. Kein Hinderniß ſtand ihrem Gluͤcke entgegen. Von beiden Seiten feuerten die freudetrunknen Familien die Geluͤbde der beiden Liebenden an; Emma's halb ver⸗ ſprochne Einwilligung ward, da ſie ihr ſchon auf den Lippen ſchwebte, nur noch durch die unſchuldsvolle Schuͤch⸗ ternheit des jungen Maͤdchens aufgeſchoben. Eugen, vor Erwartung ſterbend, hatte, berauſcht von Hoffnung und kuͤnftigem Gluͤck, Emma's Geſtaͤndniß erhalten. Er uti⸗ aus ihrem Munde den Schwur ihrer Liebe gehoͤrt,
nd Emmass Liebe war rein wie ihre Seele und zaͤrt⸗ lich wie ihr Blick.„Eugen/“ hatte ſie ihm geſagt,„wenn Sie bloß liebenswuͤrdig und verfuͤhreriſch waͤren, wuͤrde ich Sie ſchon vor allen Ihren Mitbewerbern lieben; aber Sie ſind auch edel und hochherzig, Sie ſind brav und ſtolz, man ſchaͤtzt, man bewundert Sie. O! wie werde auch ich ſtolz darauf ſein, Ihnen anzugehoͤren! Wie eitel werde ich ſein auf Ihren Namen! Mein Eugen, mein Gemahl! Wie groß werde ich mich fuͤhlen durch Ihren Ruhm!..“ Zu Emma's Fuͤßen kniend, die Augen von Freudenthraͤnen uͤberſtroͤmend, antwortete Eugen darauf voll Entzuͤcken:„Du wirſt alſo nur mich lieben! wirſt mich immer lieben, denn ich werde Emma's wuͤrdig werden.“ 3
Man beſtellte die Ausſtattung. Sie waren ihrem Gluͤcke nahe...“
„Asmodi! der Uhrzeiger geht ſchnell vorwaͤrts und


