Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Entstehung
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Bewegung der Menge, trat ein neuer Freund ihres Va⸗ ters in den Saal, und alle Blicke hatten ſich auf ihn ge⸗ richtet, alle Blicke der Frauen... ausgenommen Emma.... Sie ſang: man ſchwieg; ſie beſaß ein ſo ſchoͤnes Talent! Arme Emma! Sie kam aus dem Takte und die Stimme verſagte ihr faſt. Sie erroͤthete, zitterte... ſie haͤtte gern geweint, denn ſie glaubte an dieſem Abende die Herr⸗ ſchaft uͤber ſich ſelbſt verloren zu haben. Nie war ſie reizender geweſen! Die Liebe hatte endlich Emma's Herz beruͤhrt, und Eugen's Blick ihr als Pfeil gedient.

Asmodi, Freundchen, Dein Pfeil ſchwirrt mir vor den Ohren. Das iſt eine Metapher von etwas zu klaſſi⸗ ſchem Geſchmacke fuͤr unſre Zeit.

Meiſter, ich bin ein alter Teufel; laß mich alſo nach meiner Art und Weiſe erzaͤhlen. Das iſt noch ſo eine Reminiscenz von der Schule her.

Unter allen Rebenbuhlern, die ſich um das Herz der ſchoͤnen Emma ſtritten, verdiente es Niemand mehr als Eugen, und dieſes mal hatten zufaͤllig oder mit Abſicht, jedenfalls aber gegen ihre Gewohnheit, Liebe und Ver⸗ nunft ſich verbuͤndet. Gleiche Schoͤnheit von beiden Seiten, gleiche Seelengroͤße, gleiche Vorzuͤge des Gei⸗ ſtes, des Gefuͤhls, des Geſchmacks, des Charakters, gleicher Nang und gleiches Vermoͤgen. Der Einklang war voll⸗ kommen, und die afterredende Eiferſucht, der verleum⸗ dende Neid mußten eingeſtehen, daß Emma nur Eugen verdiente, und daß Eugen nur Emma's wuͤrdig ſei.