Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Entstehung
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tiſch geſtuͤtzt, ſeine Stirn in die Hand gelegt und iſt da ſitzen geblieben... Es war Mitternacht. Die goldne Pendule dort mit Alabaſterverzierungen, die Zeit dar⸗ ſtellend, wie ſie von der Liebe entwaffnet wird, hat eins geſchlagen, halb zwei, zwei, halb drei... Er hat es nicht gehoͤrt, hat ſeine Stellung nicht veraͤndert, ſelbſt nicht einmal geſeufzt, er hat keine Thraͤne... Aber ſieh nur dort auf den ſchwarzen Marmor des bronzenen Conſol⸗ tiſches, auf den ſich ſein Blick unausgeſetzt richtet. Siehſt Du neben einem agatnen Fußgeſtell auf dem unter ei⸗ ner Kryſtallglocke eine Gruppe junger Nymphen von Gyps ſtehen, ein Paar Piſtolen? Sie ſind vortrefflich gearbeitet, die Laͤufe mit Gold eingelegt und die Schaͤf⸗ tung wie der reichſte Spitzengrund... Wenn es drei Uhr ſchlaͤgt, wird das Hotel von einem toͤdtlichen Knalle wiederhallen; der junge Mann wird ſich eine Kugel durch den Kopf geſchoſſen haben.

Allmaͤchtiger Gott! in einer halben Stunde! und warum? Spiel? 3

Nein.

Schulden?

Bewahre.

Liebe? ¹

Nicht allein.

Und was denn?

Ehrgefuͤhl.

Wie?