lagen, als die, welche man bei ſeinen Landsleuten anwen⸗ dete. Die Kunſt gut zu ſchreiben, ſeinem Gedanken einen kräftigen Ausdruck zu geben, einen Gegenſtand zu durch⸗ dringen, ihn unter allen Beziehungen zu betrachten, neue Anſichten ihm abzugewinnen, richtige Folgerungen daraus zu ziehen und ſie zum Beweis irgend eines Grundſatzes zu verwenden, war mit keinem geringen Ruhm vergeſellſchaf⸗ tet. Vor einem ſolchen Verdienſte demüthigte ſich der Stolz der Geburt und des Glücks, deren Anſehen vorzüg⸗ lich dann wächſt, wenn die Verfaſſung eines Staates durch eine nahe Abänderung bedroht wird. Die Gelehrten, welche an ihren wirklichen Einfluß gar nicht dachten und keinen andern Vortheil daraus zogen, als den, der aus einem wohlverſtandenen Gefühle ſeiner eigenen Würde entſteht, beherrſchten wirklich das Land. Zu ſeinem Vergnügen wie zu ſeinem Unterrichte unentbehrlich, hatten ſie dieſem Ge⸗ nüſſe verſchafft, auf die es ihm nun ſchwer ward zu ver⸗ zichten, weil ſie ſich in Gewohnheiten umgeſtaltet hatten. Die Behörde, ſo furchtſam ſie ſich auch ſtellen zu müſſen glaubte, gab dem allgemeinen Zuge nach: ſie unterhandelte mit Beaumarchais, und nicht immer war ſie es, welche die Bedingungen des Kontrakts vorſchrieb. Vergebens affek⸗ tirte man am Hofe und in der Stadt, ſolche Männer für unbedeutend zu halten: ſie herrſchten durch die Meinung, welche ihnen ihren Scepter überlaſſen hatte, und ſprachen Urtheile ohne Widerruf aus. Arm, wie ſie waren, ſchrie⸗ ben ſie dem Reichen den Gebrauch ſeines Ueberfluſſes vor;
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