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Kammer das Antragsrecht der Geſetze zurückgenommen hat; das Handwerk eines Bittſtellers iſt ein verlornes: der Zu⸗ ſammenfluß der Vorſchläge hat es getödtet.
Dort indeß, wie überall, iſt einige Uebung nöthig, um die durch gewiſſe Worte, durch gewiſſe Uebereinkünfte in der Sprache, die direkt an ihre Adreſſe gelangen, ſogleich die beleidigte Parthei zum Schreien auffordern, oder herr⸗ lich einem Vorurtheil ſchmeicheln, hervorgebrachten Wirkun⸗ gen zu verſtehen. Es giebt Worte, welche die Kraft haben, Leidenſchaften zu reizen und zu empören; andere, die, durch allgemeine Annahme geſichert, plötzlich lärmenden Beifall erregen; andere endlich, die unfehlbar Fröhlichkeit erzeugen. Die große Kunſt beſteht darin, ſie zur rechten Zeit hinzu⸗ werfen, ſie mit Klugheit zu vertheilen, durch eine Genug⸗ thuung einen Vorwurf vorzubereiten und den Meinungen, die man gewinnen will, eine Beute zu überliefern. Um ſo ſchlimmer für diejenigen, welche die Koſten redneri⸗ ſcher Vorſicht zahlen! Indeſſen muß man bemerken, alle Reden, die von den Tribünen gehalten werden, ſind nicht für die Verſammlung, welche ſie hört, gemacht. Einige ſind geradezu an die drei, dem Redner gegenüber befindli⸗ chen Logen gerichtet, wo mehrere Schriftſteller über Pulte gebeugt ſind. Dahin ſchwingen ſich viele Phraſen, um wie auf einer Orgel weiter zu hallen; von dort her kommt die Vertheilung des Rufes und erhält man die lobenden Parentheſen, die angenehm den Faden der Rede unter⸗ brechen; dort endlich verleiht man ſtrauchelnder Beredſam⸗


