Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Freien zur Tribüne gedient, und bald ſollten ſie von neuem dazu benutzt werden. Die Sorge war beim Feſte anfangs lebhaft, doch von kurzer Dauer; man erfuhr, daß es nur ein Ausbruch der Freude des Volks geweſen ſei, freilich wohl eine Freude, die uns zu belehren ſchien, was von ſeinen Ausbrüchen der Wuth zu erwarten ſei.

Die beiden Könige erhoben ſich um 1 Uhr Morgens, um ſich zu entfernen. Carl X. durchbrach langſamen Schritts die wogende Menge dieſer glänzenden und edlen Auswahl ſeines Volks, welche ihn zum letzten Male um⸗ gab. Er ſollte Frankreich nur noch in den treuen und einſamen Gefilden von Saint Cloud, auf dem Volkswege von Rambouillet, in jener ſchweigenden Reihe von Städ⸗ ten ſehen, welche ſich ſeinem Rückzuge, wie die Wellen des rothen Meeres, öffneten, um hinter ihm ſogleich eine ewige Scheidewand aufzurichten! Die Tänze wurden nur einen Augenblick durch ſein Gehen unterbrochen. Das Verſchwinden der Königlichen Majeſtät änderte nichts in dem Laufe der Vergnügungen, welche ſich in dem Zauber des Valles und in der Abendtafel von Tauſend und einer Nacht bis lange nach Sonnenaufgang hin verlängerten. Carl X. ſchien in eigener Perſon Scepter und Schwert in das Palais Royal abgeliefert zu haben.

Frankreichs Oppoſition, das gelehrte Frankreich, Frank⸗ reichs Künſte entfernten ſich nach und nach. Gegen Mor⸗ gen waren nur noch die Vorſtadt Saint Germain, der