Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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372 ſtehenden Welt anſchlöſſen, welche ſie aus Intereſſe be⸗ trügt, und übrigens beinahe immer ſelbſt betrogen wird. Das war mein Zweck, mein Beſtreben, und ich bin ge⸗ wiß, daß ich mich deſſen zu allen Zeiten und in allen Verhältniſſen werde erfreuen können.

Ich breche ab. Die Unterredung war lang; ich wage es nicht, in einen Rahmen, wie der gegenwärtige, mehr aufzunehmen. Es war zum Beiſpiel noch in allen Ein⸗ zelnheiten von den Departemental⸗ und Kommunal⸗Ge⸗ ſetzen die Rede. Der Herzog unterſtützte ſeine Meinun⸗ gen durch Vergleichungen mit England, der Schweiz, den vereinigten Staaten Amerika's. Se. Königl. Hoheit wa⸗ ren bei weitem liberaler als ich.

Anfangs ſtand der Herzog von Orleans; darauf mußte ich mich neben ihn ſetzen. Es war unmittelbar hinter dem König. Wenn dieſer Achtung gegeben hätte, würde er alles verſtanden haben. Welch' ein Moment in der Geſchichte! Dieſe beiden Fürſten, welche ſo nahe bei ein⸗ ander zu ſein ſchienen, waren ſchon durch Abgründe ge⸗

trennt, über welchen eine Krone hing!

Es verbreitete ſich das Gerücht, daß ein ernſthafter Tumult im Garten ausgebrochen ſei, daß das Volk den Pallaſt mit einer Feuersbrunſt bedrohe, daß ſchon die Stühle zerſchlagen, verbrannt und von der Menge in die Menge geſchleudert worden ſeien. Die Stühle im Palais Royal ſind hiſtoriſch: im Jahre 1789 hatten ſie den Rednern im