Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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leuchtete gleichfalls vor Freude. Sie führte Mademoiſelle, ihre Tochter. Ein jeder war erſtaunt, daß der Herzog von Bordeaux beim Feſte fehlte. Der König von Neapel ging, obgleich noch jung, gebückt wie ein Greis, der den erſten der Todesſchläge, die ihn treffen ſollten, bereits em⸗ pfunden hat, neben ſeiner erhabenen Tochter. Er ſchien das Vorgefühl ſeiner Zukunft zu haben. War es die Zu⸗ kunft oder die Vergangenheit, woran die Tochter aller unſerer Könige dachte; ſie zwang ſich, dem Feſte ſich anzu⸗ ſchließen, aber ſie fühlte ſich fremd dabeiz ihr Gang, ihre Züge verriethen Unruhe und Zerſtreuung, als erinnerte ſie ſich anderer Gänge, anderer Feſte, als fände ſie ſich nicht heimiſch im Glück, und als fühle ſie ſich ſchon wieder auf dem Wege in ihre Verbannung; unglückliche Prin⸗ zeſſin, welche auf dem erſten Thron der Welt nur geboren zu ſein ſcheint, um alle menſchliche Weſen im Elend zu übertreffen, einem Elende, welchem an Größe nur etwas zu vergleichen iſt: ihre Ergebung und ihr Muth! Der Dauphin war überraſcht von der Menge der Oppoſitions⸗ Mitglieder. Er erwähnte es..

Die Oppoſition war in der That in Maſſe da. Ihre Redner, ihre Journaliſten, ihre in Ungnade gefallenen Ge⸗ nerale, ihre Miniſter von allen Regierungen, erſchienen in Menge. Der Herzog von Orleans hatte ſchon immer die

Männer, welche die Oppoſition berühmt gemacht hatte, zu ſeinen königlichen Abendgeſellſchaften berufen, und ſeit u⸗

dem Eintritt des Miniſteriums von 1828 hatte auch CarlX.