Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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tiefe Ruhe Frankreichs herbeiführte, gebildet waren, ge⸗ ſellten ſich zu unſerer Pracht und unſeren Decorationen die Pracht und Decorationen von ganz Europa. Die zier⸗ liche ungariſche Kleidung der jungen Grafen Appony glänzte neben der ſtrahlenden Uniform des Admiral Codrington. Niemals wird ſich eine franzöſiſche Geſellſchaft eines ſo

reichen und ſchönen Anblicks wieder erfreuen. Man ſah

darin zum letzten Male allen nur möglichen Luxus der Kleidungen, im Reichthum wetteifernd, vereinigt, und die Söhne der Pairs waren klug genug, ſich nicht mit dem apfelgrünen Kleide, welches erſt kürzlich für ſie beſtimmt war, zu ſchmücken.

Soll ich nun noch von den Frauen, von ihrer ausge⸗ zeichnet glänzenden Toilette reden, in welcher Luxus und Geſchmack ſich überboten? Das ſind ja in Frankreich nur alltägliche Wunder; und würde uns durch die Revolutio⸗ nen auch der Reichthum entzogen, ſo bliebe uns die Ele⸗ ganz, es bliebe uns der ſchönſte Putz: Jugend, Anmuth und Schönheit..

Es ſchlug neun Uhr; und ſofort drängt ſich der Her⸗ zog von Orleans durch die Menge; er begiebt ſich in den Saal der Garden, vereinigt ſich hier mit den Aelteſten ſeiner Söhne, und ſteigt mit ihnen raſch die Stufen hin⸗ unter, um den König zu empfangen. Zu gleicher Zeit nähert ſich in zarter Majeſtät und von der freundlichen Schaar ihrer übrigen Kinder umgeben, die Frau Herzogin von Orleans, um auch dem Könige entgegen zu treten.