Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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That nur bei ſeinen Lever's. Das franzöſiſche Staats⸗ kleid nur allein litt er in ſeinen Geſellſchaften, ovder de⸗ nen ſeiner Miniſter und Großwürdenträger. Er verlangte ohne Nachſicht den Galanterie⸗Degen, den Haarbeutel, alles Ceremoniel der alten Regierung. Man erinnert es ſich noch, wie ein junger Oberſt aufgenommen wurde, wel⸗ cher am Morgen aus Spanien angekommen, und beauf⸗ tragt, den andern Tag nach Rußland abzugehen, in der Verlegenheit, entweder eine Einladung der Kaiſerin ab⸗ zulehnen, oder ſeinen Schnurrbart der Etikette zu opfern, es wagte, den Bart in dem altherkömmlichen Hofanzug zur Schau zu ſtellen. Der Kaiſer war entrüſtet, als wenn

dieſes Vergehen gegen die Geſetze der alten Monarchie die

Grundpfeiler der ſeinigen untergraben hätte. Die Reſtauration zeigte ſich weniger ängſtlich. Weder dem Seconde⸗Lieutenant der Infanterie, noch dem Dorf⸗

Maire war der Zutritt in die Tullerien verſagt; viel⸗

leicht wäre das eckige Hofkleid ohne die Herzoge von Baſ⸗ ſano und Gaëta, dieſe letzten Vertreter aller alten Förm⸗ lichkeiten Frankreichs, ganz verſchwunden. Es hätte doch arg ſein müſſen, wenn man nicht weder Militair, Prä⸗ fect, Deputirter, Pair noch Kammerjunker geweſen wäre; und die unendliche Abwechſelung der Stickereien, Orden, Waffen und Farben gewährte einen zauberhaften Glanz. In jenen mannigfaltigen Verſammlungen, welche nicht nur aus den verſchiedenartigſten Ständen, ſondern auch

nts aus einer Menge vornehmer Reiſender, die die damalige