Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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Neides zu erwecken vermag. Es begrüßt in dieſer glän⸗ zenden Außenſeite die Schlachten, Arbeiten und Dienſte, welche es dabei vorausſetzt, und weiß, daß es daran ſeinen Antheil hat. Ein unklares Gefühl widerſtrebt in ſeinem Gewiſſen den Demagogen, die ihm das Anſehen und die Kraft, wodurch es ſich doch ſtufenweis der Civiliſation nä⸗ hert, wodurch es mehr Sicherheit, Unabhängigkeit, Arbeit, Unterricht, mehr Sittlichkeit und Ehre, it einem Wort eine glücklichere Exiſtenz empfängt, als ſeine Feinde ſchil⸗ dern. Aus meiner Kindheit erinnere ich mich noch der kaiſerlichen Empfangs⸗Feierlichkeiten, wo das Volk mit ſo vielem Stolz ausrief:Seht, das iſt noch ein König! Ich miſchte mich oft unter die neugierige Menge, ich bewunderte wie ſie, und ich nahm mir vor, dermaleinſt auch.... Dieſe Zeit iſt längſt gekommen, und ſeitdem ich in die Palläſte eingedrungen bin, liebe ich nur ein zu⸗ rückgezogenes Leben, die Studien und die Freiheit. Im früheren Lebensalter beſteht der Ehrgeiz des Menſchen im Ruhm, ſpäter im Ruhm und der Liebe, zuletzt in der Liebe und der Ruhe. Möchte wohl jemand von dem Him⸗

mel ſo vernachläſſigt worden ſein, daß ſeinen Wünſchen

die Ruhe allein genügen könnte? 3

Es gehörte zu den Schönheiten der Feſte der Reſtau⸗ ration, daß der bürgerliche Rock dabei nicht, wie heute, Aufnahme fand, und daß die Militair⸗ und Civil⸗Unifor⸗ men daraus nicht, wie unter dem Kaiſerthume, verbannt waren. Napoleon duldete die eine oder die andere in der