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ſie gleitet, breitet ſich aus und ſtrahlt auf die Waaren, wo alles Stahl, Gold, Seide, Silber, Kriſtall oder koſtbarer Stein iſt; tauſend Strahlen ſpringen hervor und werden von Ebenholz⸗Flächen oder Spiegelwänden zurückgeworfen: denn die Zahl der Spiegel, die in allen Stockwerken des Palais Royal Wände bilden, iſt unermeßlich; der geblen⸗ dete Fremde fragt ſich, ob vom Erdgeſchoß bis zum Gipfel das Palais Royal nicht ein Marktplatz ſei, und ob ein ver⸗ borgener und unſichtbarer Theil in demſelben beſtehe, wo ſeine Bewohner des ſüßen Schlummers ſich freuen?
In der That, die Induſtrie hat alles in dieſem Pallaſte erſchöpft: über den Magazinen beſteht der erſte Stock aus Bade⸗, Spiel⸗, Erfriſchungs⸗, Billard⸗, Rauch⸗, Leſe⸗ und Wechſel⸗Sälen; die oberen Etagen ſcheinen Künſtlern jeder Art zu gehören, Malern, Kupferſtechern, Zahnärzten, Haar⸗ kräuslern ꝛc., und einer Menge von Sultaninnen, denen die Strenge der Polizei am Tage nur erlaubt, den Schau⸗ platz ihrer Eroberungen aus dem Fenſter zu betrachten. Keine bürgerliche Familie würde im Palais Royal wohnen können; man bewohnt das Palais Royal nicht wie einen anderen Ort, man bewohnt es nur, wenn man Kaufmann iſt, denn Kaufmann ſein begründet dort jede Exiſtenz; wer dort wohnt, verzichtet auf häusliche Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten, auf die Reize innerer Einrichtung und auf das Vergnügen zu Hauſe zu ſein. Im Gegentheil, der Bewohner iſt dort ſelbſt an einem öffentlichen Orte, er macht ſich, ſo zu ſagen, dünner und kleiner, um der Waare


