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„Du verſprachſt ja, mich ruhig anzuhören!“ fiel Ellen ein, indem ſie ihren Kopf ſchmeichelnd an ſeine Schulter lehnte,„ja, da dachte ich, dich zu bitten, Du möchteſt, wenn ich abgeſchieden wäre, über allen dieſen Armen wachen, welche ich geliebt und verpflegt habe. Du, mein Kuno, wirſt ſie dann beſuchen, ihnen von deinem Ueberfluß mittheilen und Worte des Troſtes zu ihnen reden. Und wenn Du dir, nachdem der Kum⸗ mer über mich in eine theure Erinnerung ſich verwan⸗ delt hat, eine junge, ſchöne Braut wählſt, ſo wirſt Du ſie lehren, fuür die Kinder der Noth und des Unglücks zärtliche Sorge zu tragen.
„Ach, wenn mein Geiſt dich dann umſchwebt, wird er ſich ſo ruhig, ſo glücklich fühlen, denn er weiß, daß die Armen und Schutzloſen in dir, der mir theurer war, als alles Andere auf der Welt, einen Freund gefunden haben.— Und dann, Kuno— tröſte Mama, tröſte Fridolf, liebe ſie, ſo daß dieſelben mich nicht vermiſſen.“
„Ellen, Ellen, Du denkſt alſo zu ſterben!— Zu ſterben ohne mich!.... 6
Ellen erklärte lächelnd, es wäre nur eine Ausge⸗ burt ihrer Phantaſie; aber Kuno wußte leider, daß der Tod in ihrem Herzen ſaß.
„Ellen fuhr zu Bengtſon und zu einigen andern ihrer Schützlinge, und zuletzt zu Nora R.— Vielleicht fühlte das junge Mädchen, daß ihre Kräfte dem Erlö⸗ ſchen nahe waren, und wollte nun Allen, nachdem ſie deren Zukunft in Kuno's Hände gelegt hatte, noch ein herzliches Lebewohl ſagen.
Dieß war Ellens letzter Ausflug.— Von da brachte ſie Tage, Wochen und Monate auf ihrem Ruhe⸗ bette zu, allen den ſtillen, ſchleichenden Leiden unterwor⸗


