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empor, als wollte ſie Gott für das Werk danken, das er ſie hatte vollbringen laſſen.
„Ein Engel jetzt wie immer,“ flüſterte eine bewegte Stimme neben Ellen.— Sie fuhr zuſammen und rief, ſich umdrehend:
„Kuno!“
Es war zu viel; ſie ſank nieder, und Kuno fing ſie in ſeinen Armen auf und trug ſie in ſeinen Wagen.
Während er dieſelbe in dieſem Zuſtande der Be⸗ wußtloſigkeit umfaßt hielt, überfiel ihn eine jener trau⸗ rigen Ahnungen, welche ſo ſelten täuſchen. Er glaubte in eine Zukunft voll Kummer und Leere zu ſchauen.
XXXV.
Ellen ruhte auf dem Sopha, mit den verrätheri⸗ ſchen Flammen auf den Wangen und dem eigenthüm⸗ lichen, himmliſchen Ausdruck im Blicke. Es war gegen Abend deſſelben Tags. Bei jedem noch ſo geringen Laute horchte ſie und drückte die Hand auf das unruhige Herz. Endlich ließen ſich leichte, haſtige Schritte auf der Treppe vernehmen, und auf der Schwelle ſtand Kuno, aber ſo bleich, daß man auf der ſchneeweißen Stirne alle die Qual, die er erlitten hatte, leſen konnte. Er ſtürzte auf Ellen zu, faßte ihre Hände und ſagte mit
bewegter Stimme:
„Ellen, theuerſte Ellen, warum haſt Du nir all dieſen Schmerz zugefügt?“
Ellen vermochte nicht zu ſprechen. Sie fuhr nur mit dem Ausdruck grenzenloſer Liebe ihm über A*


