Teil eines Werkes 
Ellen oder Ein Jahr : Novelle / Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von C. Büchele
Entstehung
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wollte? Fahrt mit mir nun nach dem Gebüſch, damit wir Bengtſon daran hindern, etwas Böſes zu thun: Die Schrift ſagt, wir ſollen die Rache Gott überlaſſen. Denkt an die arme Mutter Brita, wenn auch ihr Mann als Mörder vor Gericht geſtellt würde, und macht euch nicht ſelbſt eines Verbrechens theilhaftig.

Pehr Mattsſon, ein rechtſchaffener und ehrlicher Bauer, ſah ſie eine Weile ſchweigend an; darauf kehrte er mit den Pferden um und bog in einen Seiten⸗ weg ein, welcher nach dem Gehölz führte, indem er, ſeine Mütze lüftend, ſagte:

Sie kann recht haben, Mamſell Ellen, und da Sie die Schrift ſo gut kennt, muß Sie auch beſſer als Andere wiſſen, was dieſelbe uns auferlegt. Ueberdieß wird Sie wohl, da Sie gegen arme Leute ſo gut iſt, dem Himmelreich näher ſtehen, als wir.

Einige Augenblicke darauf hielt er eine Strecke von dem Gehölz an, band ſeine Pferde an einen Baum und ſagte:

Es iſt wohl am beſten, wir gehen den Fußweg bis zum Kohlenmeiler, wo Bengtſon anſteht.

Ellen zitterte ſo, als Pehr Mattsſon ſie aus dem Wagen hob, daß ſie ſich auf ſeinen Arm ſtützen mußte. Aber ſogleich ſich der Gefahr erinnernd, in welcher ein Mitmenſch ſchwebte, fand ſie die Spannkraft ihrer Seele wieder und überwand die Schwäche des Körpers. Sie hatte alles das Böſe, welches der Graf ihr ange⸗ than, vergeſſen. Mit leichtem haſtigem Schritt näherte ſie ſich dem Meiler.

Pehr Mattsſon erklärte, er werde nicht weiter mit⸗ gehen, damit der Graf ihn nicht zu Geſicht bekomme und zum Zeugen aufrufe.