———
187
Grafen auflauern. Ich denke eben, ob ich nicht auch helfen ſoll; ich muß nur die Pferde ein wenig an⸗ treiben.“
„Jahre ſchnell nach dem Gebüſch,“ rief Ellen
heftig und rieß Pehr Mattsſon das Leitſeil aus der
Hand.
„Mamſell will ſich doch nicht der Gefahr aus⸗ ſetzen und zuſehen. Das thut ſich nicht für ſie, muß ich ſagen, denn wenn das Ding losgeht, ſo muß ſie zeugen, und wir Bauern in Forsby haben uns vorge⸗ nommen, keiner ſoll dafür Zeugniß ablegen, daß Bengt⸗ ſon ihm Eins auf den Pelz gegeben hat.“
„Pehr Mattsſon, wenn Ihr nicht ſogleich hin⸗ fahrt, ſo werde ich angeben, daß Ihr Bengtſons Mit⸗ ſchuldiger geweſen ſeyd,“ entgegnete Ellen entſchloſſen.
„Ha, ha, das ſoll Sie wohl bleiben laſſen,“ ant⸗ wortete Pehr Mattsſon mit einem drohenden Blick und riß das Leitſeil wieder an ſich. Sie waren ganz allein auf einem Waldweg. Aber Ellen kannte niemals die Furcht, wenn ſie von einem edeln Gedanken bewegt wurde; ſie legte ihre Hand auf Pehr Mattſons Schul⸗ ter und ſagte mit jenem ihr ſo eigenthümlichen, milden und überzeugenden Ausdruck in Stimme und Blick:
„Aber, denkt, wenn Bengtſon in ſeinem Zorn den Grafen tödten wollte?“
„Das wäre gar zu arg, aber die Kanaille hat es wohl verdient. Auf alle Fälle hat die Mamſell mit der Sache nichts zu ſchaffen, und wenn ſie etwas von mir ſagt, ſo hat ſie keinen Zeugen dafür, daß ich ſo etwas geſprochen haben.“.
„Pehr Mattsſon, ſehe ich aus, als ob ich Euch angeben, als ob ich Jemands Unglück verſchulden


