186
ſagte ich. Er wurde weiß wie ein Leintuch im Geſicht. ‚Und Niemand weiß, wer der Vater iſt,“ begann ich wieder und ſah ihm feſt in die Augen; ‚aber wenn Bengtſon herausbrächte, wer es iſt, ſo würde er ihn für ſein Lebtag zeichnen, und ich möchte den Finger nicht dazwiſchen ſtecken, wenn er gepackt würde,“ ſagte ich. Da ſollte die Mamſell ihn geſehen haben; er wurde blaß wie eine Leiche und konnte ſich nicht halten, an allen Gliedern zu zittern.— Du biſt es, dachte ich. Am Abend wollte ich zu Bengtſon gehen und ihm meine Vermuthungen mittheilen; aber als ich an der Hütte des Köthners Erik vorbei kam, ſah ich den Grafen hin⸗ eingehen. Da kam mir in den Sinn, ich könnte horchen, was geſprochen würde, denn ich erinnerte mich noch ganz wohl, daß, als er früher hier war, er gar viel daſelbſt zu thun hatte; deßgleichen fiel mir ein, daß auch Stina oft dahin gekommen. Der Köthner Erik iſt bei uns Bauern nicht als ſehr gottſelig bekannt; es iſt ſo ein rechter Fuchs und ſäuft dazu unmenſchlich. Ich ſtellte mich alſo hinter die Thüre und horchte, und da vernahm ich, wie der Graf zu Erik ſagte:
Hörſt Du, Erik, ich verſpreche dir zehn Reichs⸗ thaler Banko jährlich, wenn Du darüber ſchweigſt, daß ich Stina, Bengtſons Tochter, gut leiden konnte.“
„Und Erik verſprach es und ſchwur, niemals ein Wort zu ſagen; auch ſprach er die Meinung aus, der Graf werde ihn ſchon dafür bezahlen, daß er bis jetzt geſchwiegen habe, nachdem Bengtſon ſich gelobt hätte, den, welcher an Stina's Unglück ſchuld wäre, todt zu ſchlagen.— Ich ging ſo geſtern Abend zu Bengt Bengtſon und erzählte ihm Alles zuſammen, und hier herum in dem Gebüſch wird Bengtſon wohl dem
—


