Teil eines Werkes 
Ellen oder Ein Jahr : Novelle / Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von C. Büchele
Entstehung
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„Nein,“ antwortete Ellen lächelnd,„aber ich wollte die Geſellſchaft der Herren nicht haben.“

„Das bewies ja, daß Sie mißvergnügt waren.“

„Ganz und gar nicht, ich fand nur keine Unter⸗ haltung dabei,“ erwiederte Ellen mit der ihr eigenen Aufrichtigkeit.

„Da werde ich wohl am beſten thun, auch jetzt mich zurückzuziehen,“ bemerkte der Notar, ganz un⸗ glücklich ausſehend.

„Nein, thun Sie das nicht. Jetzt finde ich die Geſellſchaft des Herrn Notar ganz angenehm; aber dieſen Nachmittag hätten Sie mich wirklich beläſtigt.“

„Vielleicht deßhalb, weil Sie zu Mamſell R. gingen?“

„Ich kann Fragen nicht leiden, und noch weniger gefällt es mir, wenn der Herr Notar den Spion bei mir macht.“

Ellen ſah zum Himmel empor, und der Notar auf ſie. Darauf begann er mit Alba und den an⸗ dern Frauen zu reden.

Als der Notar nach Hauſe kam, bemerkte er ge⸗ gen ſeinen Freund Arlborg, welcher auf dem Sopha lag und rauchte:

„Auf Ehre und Gewiſſen, ich verſtehe mich nicht mehr auf Mamſell Gällner. Sie hat ſich wahrhaftig ſehr verändert, ſeitdem ich hier im Orte Informator geweſen. Sonſt war ſie wirklich entzückend.“

„Ach ſo,“ erwiederte Kuno ſpöttiſch,„der Engel hat alſo ſchon aufgehört Engel zu ſeyn.“ 4

„ Ich fürchte, ſie iſt eine Kokette geworden, und man hat ſie verzogen.“ „ und dem biſt Du ſo ſchnell anf den Grund

gekommen!“ ſagte Kuno lachend.