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machen,“ ſetzte er, ihr nachſehend, hinzu,„wo ſie jetzt hin will?“
„Vermuthlich zu der Frau aus Stockholm, welche den Sommer in Wanna zubringt.“
„Was iſt das für eine närriſche Perſon, die ein Zelt in dieſem ſchwediſchen Sibirien aufſchlägt?“
„Es iſt Mamſell Bendels Schmeſter, die Majorin Salden, lang und mager, noch jung, ſehr ſteif und ſehr ſtolz. Sie ſteht im Rufe, gebildet zu ſein, und glaubt es ohne Zweifel ſelbſt.“
Noch immer ſtanden die Herren da und ſahen Ellen nach; endlich äußerte der Bezirksrichter:
„Sie ſchien mit ihrem beſtimmten Abſchiedsgruß uns verbieten zu wollen, ihr zu folgen, aber ich ſehe nicht ein, warum wir uns darnach richten ſollten. Laß uns alſo umkehren und ſehen, wo ſie hingeht.“
Ohne eine Ahnung, daß man ihr folgte, marſchirte Ellen mit ſchnellem Schritte Wanna zu.
Gleich am Anfang des Dorfes, und nicht weit von der Wohnung des Komminiſters, lag ein altes und ver⸗ fallenes Holzhaus. Die Balken waren von Alter und Mangel an Beſtrich grau geworden.
Ellen ging in dieſe dürftige Wohnung hinein. Sie gelangte zuerſt in eine große, äußerſt ſpärlich möblirte, mit einem Kamin, ſtatt eines Kachelofens verſehene Stube. Aus der daranſtoßenden Kammer trat eine
hochgewachſene magere Frau heraus, ärmlich, aber rein⸗ lich gekleidet, mit einem ſchüchternen Blick und einem bleichen, leidenden Angeſicht. „Ach, ſieh' da, Ellen!“ rief ſie, und wie ein Licht⸗ ſtrahl fuhr es über ihre leidenden Züge.. „Guten Tag, Nora! Biſt Du böſe auf mich, daß


