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hofe angekommen. Kuno nahm Abſchied von Elen, ging durch die Allee hin, während ſie bei ſich ſprach:
„Alba iſt gewiß zu ſtreng, wenn ſie ihn für bös⸗ artig anſieht.“
Kuno's Gedanken dagegen waren:
„Entweder iſt das Mädchen ein ſehr ſchlaues Ge⸗ ſchöpf und kokettirt dann ſehr gut im Gewande der Un⸗ ſchuld, oder ſie iſt wirklich rein wie der Tag.“
Bei dieſer letzten Vorſtellung blieb er ſtehen und brach in ein Gelächter der Verachtung aus, indem er ſeinen Gedankengang folgendermaßen fortſetzte:
„Meiner Seele, Kuno, mir ſcheint, Du fällſt wieder in die Thorheit deiner Jugend zurück, an das ſogenannte „Gute“ zu glauben, obwohl die Erfahrung dich lehrt, daß die Welt mit eitel Lug und Verſtellung angefüllt iſt.“
Sein großer Hund kam dieſen Augenblick auf ihn zugeſprungen und hüpfte fröhlich an ſeinem Herrn hin⸗ auf, indem er ſeine Freude durch ein munteres Gebell zu erkennen gab.
Kuno ſtreichelte ſeinen Hund mit einiger Rührung und murmelte:
„Nein, ich habe Unrecht; Alles iſt nicht treulos in der Welt; hier iſt ein uneigennützig ergebenes Weſen.
V.
„Wiſſe, Mama, ich bin dem Herrn Bezirksrichter begegnet, als ich von Mutter Liſa kam,“ ſagte Ellen zu ihrer Mutter.—„Ich wurde etwas verdrießlich,


