Teil eines Werkes 
Ellen oder Ein Jahr : Novelle / Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von C. Büchele
Entstehung
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Schüſſel, Maja, fuhr ſie, zu einem Mädchen von neun Jahren gewandt, fort. Während die Alte zur Ant⸗ wort gab, daß ſie ſich etwas beſſer befände, goß Ellen die Milch in die Schüſſel und packte aus, was ſie in dem Korbe hatte. Es lagen zwei kleine Päckchen darin. Das eine gab ſie der Kranken mit den Worten:Hier iſt ein wenig Latwerge für Sie, Mutter Liſa, um den Huſten damit zu ſtillen, und hier Ellen ſah beinahe ver⸗ legen aus, während ſie zu dem älteſten Mädchen ſagte: Hier iſt ein Bischen Seife, womit Du dich und deine Geſchwiſter ſauber waſchen ſollſt. Denn ſiehſt Du, Naja, wenn man ſeinen Körper nicht reinlich hält, ſo kann man in der Folge auch ſeine Seele nicht vor Gott rein halten. Darauf zog ſie ein paar Stücke ſauberes Leinen⸗ zeug, welches ſie unter ihren Ueberrock geſteckt hatte, hervor und gab es der Frau mit der Ermahnung, Maja dazu anzuhalten, daß ſie ſich und ihre Geſchwiſter ſäu⸗ berlich herrichte, und entfernte ſich dann unter mancher⸗ lei Segenswünſchen von Seiten der kranken Frau. Ellen hatte die Blechflaſche und den Korb an den einen Arm genommen, und da ſie auf dem Heimwege einige Anemonen und andere Frühlingsblumen an der Seite der Straße erblickte, beugte ſie ſich nieder, um die⸗ ſelben zu pflücken. Unter ihnen befand ſich eine kleine, häßliche, gelbe Blume, welches beinahe dem Wurmkraut glich. Sie betrachtete dieſelbe aufmerkſam, während ſie mit ernſter und nachdenklicher Miene ihre Wanderung fortſetzte. Sdie war ſo vertieft in die Betrachtung der häß⸗ lichen Blume, daß ſie nicht Acht darauf gab, wie ein Herr in einem kurzen Mantel mit aufgeſchlagenem Kra⸗