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„Aber das iſt ja greulich, ſo zu ſprechen; er iſt doch ſchön, elegant und von feinen Manieren.“
„Das beſtreite ich nicht, und wenn der Herr Notar die Fräulein Lönner fragte, ſo würden ſie im Chor ausrufen:„Mein Gott, wie gut der Bezirksrichter ausſieht, wie liebenswürdig, artig, angenehm er iſt“; aber ein ſchöner Mann iſt, wie Bulwer ſagt,„nichts Anderes, als das Entzücken ſeiner Tante und die Augenweide der Dienſtmädchen.“
„Sie ſind allzu ſtreng,“ fiel Joſeph lachend ein. „Ich verſichere Sie, daß Arlborg durchaus keinen Werth auf ſein Aeußeres legt.“
„Wirklich nicht?“ rief Alba und ſah den Notar mit einem Lächeln des Zweifels an, während ſie ihre durchdringenden Augen auf ihn heftete.„Wie können Sie ſo reden, Herr Notar? Er hält ſich für ſo bildſchön, daß er wie Cäſar denkt: Ich kam, ſah, ſiegte.“
„Gott weiß, ob ſich im ganzen Orte eine unbarm⸗ herzigere Zunge findet, als die Ihrige,“ ſagte der
Notar. „Ja, es gibt eine, welche noch ſchärfer iſt.“
„Und wem gehört ſie zu?“
„Ah, ich glaubte, der Herr Notar werde das beſſer wiſſen, als ich.“
„Bei meiner Ehre! Und wenn ich es nun wüßte, worauf zielen Sie hin? Die meinige konnten Sie doch wohl nicht meinen.“
„Nein, Gott bewahre! Sie ſind allzu leichtſinnig und heiter, um boshaft zu ſeyn; aber Ihr Freund, der Bezirksrichter, hat genug davon für Sie und ſich. 3
Damit verließ Alba den Notar.
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