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durch, daß ſie der Sache das richtige Gepräge gab, auf eine glückliche Weiſe mir das Wort geredet.
„Ganz und gar nicht; indem der Herr Bezirks⸗ richter lachte, bewies er, daß das Urtheil bereits gefällt und unter die Rubrik des Lächerlichen geſtellt war; und auf ſolche Weiſe den Edelmuth eines Freundes beurthei⸗ len, heißt ein ungerechtes Urtheil fällen.“
Am Nachmittag, während eines Geſprächs unter vier Augen im Garten, äußerte Joſeph:
„Nun, was ſagſt Du von Mamſell Gällner? Iſt ſie nicht ein einnehmendes Mädchen?“
„Sie kokettirt mit den Augen.“
„Du biſt ein Narr, Kuno. Man möchte ordent⸗ lich raſend werden, wenn man deine Zweifel an allem Guten bei den Menſchen hört.“
„So werde nur raſend; ich werde inzwiſchen verſuchen, den Engel in eine kleine Verlegenheit zu ſetzen, damit daß ich ihr erzähle, wir haben ſie heute vom Kirchberge aus geſehen. Dann wirſt Du erken⸗ nen, wie unſchuldig ſie ausſieht, und wie ſie: ach Herrje ausrufen und behaupten wird, ſie habe keine Ahnung davon gehabt, daß wir dort geweſen ſeyen.— Und dennoch bin ich völlig überzeugt, daß ſie uns erblickt hat. Wenn ich einmal eine Frau träfe, welche nicht löge, ſo würde ich ſie als das achte Wunder der Welt anbeten.“
„Dann wirſt Du mit Mamſell Gällner den Anfang machen; denn ſie hat etwas ſo Unſchuldiges
und Wahres in ihrem Weſen, daß man wirklich davon
entzückt wird.“
„Mein Freund, Du verleumdeſt das Mädchen,“
ſagte Arlborg.
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