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Zähne und ſchwellende Lippen. An der Geſichtsform konnte man ausſetzen, daß ſie etwas breit war, und der Teint zeigte ſich nicht weiß genug. Die dunkelbraunen Haare waren in ein paar breiten Flechten hinter die Ohren zurückgelegt. Sie hatte einen zarten Körperbau, welcher eine ſchwache Geſundheit andeutete. Das junge Mädchen trug ein hellgelbes Kleid, doch war es eigentlich kaum ein ſolches zu nennen, ſondern beſtand in einer Art Kaftan mit Unterröckchen; der erſtere hatte wenig Aehn⸗ lichkeit mit jenen künſtlichen Dingen, wie man ſie in Modejournalen ſieht, er war an den Falten mit Gar⸗ nirungen beſetzt und um den Leib mit einer Schärpe befeſtigt.
„Meine Tochter Ellen!“ ſagte die Probſtin Gäll⸗ ner, indem ſie ſich zu dem Bezirksrichter wandte, welcher ſeine durchdringenden Augen auf das junge Mädchen . heftete. Ihr Gruß war anmuthig und einfach.
Das Mittagsmahl verlief wie gewöhnlich. Mam⸗ ſell Bendel, welche ihren Platz neben dem Bezirksrichter hatte, gab ihm ſehr ſcharfe und treffende Antworten und erzählte der Geſellſchaft mit einem nicht geringen Zuſatz von Huuior den Auftritt mit dem Hammel vom Vor⸗ mittag und Arlborg's Zuſchauerrolle. Man lachte über ihre beißenden Einfälle, und die witzige, lebhafte Frau Berg, welche bei dem Hüttenwerksbeſitzer Koſt und Woh⸗ nung hatte, bemerkte gegen Mamſell Bendel:
„ Du vergiſſeſt, meine beſte Alba, daß der Bezirks⸗ richter vermöge ſeines amtlichen Berufes gewohnt iſt, eine Sache erſt recht ins Auge zu faſſen, ehe er ſeinen
Spruch fällt.“
„So iſt es, Mamſell Bendel, Frau Berg hat da⸗


