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„Inzwiſchen ſind wir auf den Mittag in den
Probſthof eingeladen,“ ſagte Joſeph.—„Aber was der Tauſend iſt das ſür ein Schrei?“ ſetzte er hinzu
und beſchleunigte ſeine Schritte.
Auf der Straße angelangt, erblickten ſie eine alte Frau, welche in vollem Kampfe mit einem Ham⸗ mel begriffen war. Dieſer machte einen Schritt rück⸗ wärts, um ſeiner Widerſacherin einen nachdrücklichen Stoß beizubringen, aber die Alte ſetzte ſich dadurch in Vertheidigungsſtand, daß ſie einen Korb in der Luft ſchwang, in der Abſicht, damit ihrem Angreifer einen Schlag auf den Kopf zu geben, während ſie aus vollem Halſe um Hilfe ſchrie, und dabei von einer kleinen weiblichen Geſtalt akkompagnirt wurde, welche ihre Zuflucht hinter einige Bäume am Ufer des Fluſſes genommen hatte.
„Wir werden wohl der Alten helfen müſſen,“ rief Joſeph und eilte davon.
„Wahrhaftig ein ſchönes Leben, ſich zum Ritter einer alten Bäuerin zu machen und mit Hämmeln herumzuſchlagen,“ bemerkte Kuno und folgte Joſeph ziemlich langſam.
Dieſer hatte den Hammel an den Hörnern ge⸗ faßt und ſich rittlings ihm auf den Rücken geworfen, um ſo die Herrſchaft über das gereizte Thier zu be⸗ kommen, welches jetzt in voller Raſerei mit ſeinem Reiter davon ging.
„He, hierher, Du!“ rief Joſeph einem Mann zu, welcher auf den Hof kam.
Der Mann begann herbeizuſpringen, um ſich
dem galoppirenden Hammel in den Weg zu ſtellen, welchen er endlich feſthielt.


