Teil eines Werkes 
Ellen oder Ein Jahr : Novelle / Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von C. Büchele
Entstehung
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welche Blumen pflücken und die Hirtinnen ſpielen wollen.

Du ewiger Spötter auf alles Gute und Reine! Habe ich dir nicht geſagt, daß die Tochter des Probſtes kein gewöhnliches Mädchen iſt, und den Beweis davon ſiehſt Du jetzt ſelbſt. Sie pflückt nicht Blumen, ſon⸗ dern hat ſich dort auf eine Schaukel geſetzt, um zu leſen.

Ah, wie idylliſch! bemerkte Kuno höchſt ge⸗ ringſchätzend.Das geſchieht doch wohl einzig, um von uns bemerkt zu werden. Nein, laß uns gehen; ich fühle denſelben Ekel bei den Kunſtgriffen der Un⸗ ſchuld auf dem Lande, wie bei denen in der Stadt. Die Stadtdamen haben wenigſtens den Vorzug, daß ſie das Spiel mit mehr Fineſſe treiben.

Kuno ſtieg von dem Hügel hinab, und Joſeph, der in Allem von ſeinem Kameraden und Vormann ſich leiten zu laſſen ſchien, folgte ihm.

Höre, Kuno, ich könnte doch darauf ſchwören, daß Du in die Tochter des Probſtes verliebt biſt.

Und ich gebe dir mein Ehrenwort darauſ, daß das niemals geſchehen ſoll. Ueberdieß bin ich ja ſchon zu drei Vierteln verlobt, und glaubſt Du, ich werde meine glänzende Zukunft oder meine Sache für etwas ſo Einfältiges, wie die Liebe zu einer Landpuppe wegwerfen?

Gut, wirſt Du verliebt, ſo verurtheile ich dich dazu, daß Du allen unſern Brüdern in Stockholm einen Wichs gibſt, und dann ſollſt Du, meiner Seele, über die Klinge tanzen, das verſpreche ich dir.

die Hand.

Toppl antwortete Kuno und reichte Joſeph