Teil eines Werkes 
6. Band (1865) Die Verläumdung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Die Schrecken des Kriegs waren zu Ende. Der Friede hatte ſeinen Balſam auf die Wunden des Krieges gelegt. Die Truppen waren nach der Hei⸗ math beurlaubt und diejenigen, welche Ehre und Aus⸗ zeichnung gewonnen, ſahen mit ſehnſuchtsvollen Blicken dem Tage entgegen, an welchem ſie die Heimath wie⸗ der ſehen ſollten. Die Franzoſen hatten mit Jubel und Begeiſterung die zurückkehrenden Krieger begrüßt.

Väter, Mütter, Gattinnen, Schweſtern und Ge⸗ liebte beeilten ſich, die Helden zu umarmen. Unter der Zahl der letzteren befand ſich ein ganz junger Mann in der Majorsuniform der Zuaven. Es ſchien, als hätte er dieſelbe ehrlich verdient; denn er kam nur mit einem Arm und einem Bein wieder zurück. Dieſe Verluſte ſchienen indeſſen gar nicht auf ſein Gemüth eingewirkt zu haben; denn das bleiche Ge⸗ ſicht ſtrahlte von Hoffnung und Freude.

Sein Aufenthalt in Paris dauerte nicht lange. Sobald er konnte, machte er ſich auf den Weg nach der Heimath. Stolz und glücklich wie ein Gott ſah er jene Gegenden wieder, wo er eine frohe Kindheit verlebt und ſeine erſten Träume von Glück und Liebe an 306˙s Seite geträumt. Er hatte ſie nicht von ſeiner Rückkehr in Kenntniß geſetzt, ſondern ihr eine freudige Ueberraſchung bereiten wollen. Wie klopfte nicht ſein Herz doppelt ſchnell beim Gedanken an ihre Freude, und mit welchem Gefühl wahren Stolzes blickte er nicht auf das Kreuz der Ehrenlegion, das er trug. Jetzt fühlte er ſich der Liebe und der Be⸗ wunderung Zoe's würdig. Er hatte ſich als Held ausgezeichnet und ſie immer gleich treu und unaus⸗